I love mein neues Kissen ::: T-Shirt Upcycling [ DIY ] und die Dashebeicheinfachaufkiste

Ein Lieblings-T-Shirt. Mitgebracht vom Patenonkel aus New York. Längst zu klein und sogar schon von der „kleinen“ Schwester weitergetragen.

Was macht man damit nur, wenn man mal wieder den Kleiderschrank durchforstet und ganz viel zu klein gewordenes aussortiert? Vieles geht an Freunde. Einiges geht zu Cash + Raus. Ein ganz paar Teile wandern in eine Dashebeicheinfachaufkiste*.

New York T-Shirt Upcycling // Anleitung

Uns dieses New York T-Shirt? Ziemlich verwaschen, doll verzogen und eindeutig viel getragen?
Das wurde verwandelt. In ein kleines Kuschelkissen. Und es wird schon heiß geliebt und doll gekuschelt.

T-Shirt Upcycling zu Kissen

Material:

  • altes Lieblingsshirt
  • Lineal, Markierstift, Schere
  • Füllwolle
  • Nähmaschine

Ich habe ein paar Fotos davon gemacht, wie ich es gemacht habe. Was für ein Kissen man aus dem Lieblingsshirt machen kann, ist natürlich immer vom Shirt abhängig // Größe, Passform, Motiv.

T-Shirt Upcycling Anleitung

Über dem Motiv eine gerade, möglichst zu den Seitennähten rechtwinklige Linie mit dem Lineal markieren. [schwer, wenn das Shirt so verzogen ist wie dieses]

T-Shirt Upcycling Anleitung

Das T-Shirt an der Linie entlang durchschneiden.

T-Shirt Upcycling I love NY

An der Unterkante ein Stück abschneiden, so dass etwa ein Quadrat als Grundfläche entsteht.

T-Shirt Upcycling nähen

Das Shirt durchziehen und die obere Naht schliessen. Ich habe das mit der Overlock gemacht – natürlich geht das auch mit der normalen Nähmaschine.

T-Shirt Upcycling einfach

Die Seiten so nähen, dass die Nähte möglichst rechtwinklig zur ersten Naht sind und das Motiv unversehrt bleibt. Wenn man mit der normalen Nähmaschine näht, anschliessend die Ärmelansätze und überflüssige Reste neben der Naht zurückschneiden. Bei mir hat das die Overlock erledigt. Sieht nach nix mehr aus, aber keine Angst – es geht noch weiter.

T-Shirt Upcycling, Kissen für Kinder nähen

Die untere Naht schliessen und das Kissen dabei möglichst auf ein quadratisches Format bringen. Ein kleines Stück als Wendeöffnung offen lassen.

t-shirt upcycling new york

Das Kissen wenden und mit Füllwatte ausstopfen. Dabei versuchen eine möglichst quadratische Form zu erhalten. Wer es ganz perfekt machen will, kann ein Füllkissen aus etwas festerer Baumwolle nähen und das Kissen damit füllen. Dann wird die Form ein wenig gleichmäßiger.

T-Shirt Upcycling knobz

T-Shirt Upcycling Nähanleitung

* Meine Dashebeicheinfachaufkiste:

Das meiste darin ist klitzeklein und aus den ersten Monaten bzw. Jahren. Mittlerweile überlege ich dreimal bevor ich ein Teil dazu lege. Und nein, ich bin kein Minimalist – eher gehöre ich zu den Leuten, bei denen sich immer wieder zu viel ansammelt und die immer wieder ordentlich ausmisten müssen. Das liegt sicher auch daran, dass ich aus so vielen Dingen noch etwas machen kann… aber zurück zur Dashebeicheinfachaufkiste. Je älter ich werde, umso mehr versuche ich mich auch von Dingen zu trennen und vernünftig mit Dingen umzugehen. Und dazu gehört auch darüber nachzudenken, was aus einem Teil wird, das man in eine Dashebeicheinfachaufkiste gelegt hat. Hat es ein fest verbundenes Gummiband, wird das vermutlich mürbe über die Zeit und das Kleidungsstück ist nur noch Müll. Nisten sich mal süsse kleine Mäuschen im Keller ein, ist es vielleicht mit süssen kleinen Löchern versehen und gibt es mal einen Wasserschaden [ja – gerade in der Familie erlebt und gar nicht lustig], ist es vielleicht auch dahin. OK – gegen Mäuse und Wasser ist es hoffentlich erst mal geschützt in der Kiste, aber die meisten modernen Materialien sind nicht dafür gemacht ewig unbenutzt gelagert zu werden. Und darum: gebe ich das meiste mittlerweile weiter und freue mich daran, wenn es von anderen mit Freude weiter getragen wird. Und ja, mir blutet ein wenig das Herz, wenn ich meine genähten Röcke aus der Hand gebe. Aber nur kurz. Weil ich ich mich freue, dass sie in gute Hände kommen und weiter geliebt und getragen werden. Viel schöner als sie in ein paar Jahren dann vielleicht doch wegschmeissen zu müssen.
Ich weiß, dass eine liebe, kleine Freundin sie mit Freude trägt. Ich freue mich jedes mal, wenn ich sie damit sehe. Und wisst ihr was? Ich habe schon mal ein wildfremdes Kind in der Stadt gesehen, das EINEN MEINER RÖCKE getragen hat. Und das macht mich glücklich. Wirklich. Und vermutlich mehr, als wenn die Sachen für Jahre im Keller verschwinden würden und ich vielleicht niemals eine Enkelin bekomme, die sie einmal tragen könnte. Die kriegt dann einfach neue Röcke. Und die gehen dann wieder weiter an Freunde und Freundesfreunde und Freunde von Freundesfreunden…

Ich hätte wohl lieber einen extra Beitrag schreiben sollen über meine Dashebeicheinfachaufkiste. Und damit ihr jetzt nicht ganz vergesst, um was es in diesem Artikel eigentlich ging, zeige ich euch schnell noch einmal unser neues „I love NY Lieblingskissen.“

I love NY Kissen selber nähen aus alten T-Shirt

Wenn euer Lieblingsshirt eher so eines ist mit einem Pferd, oder einer Rakete oder einem Hund darauf ist, solltet ihr vielleicht eher ein Kissen in Form des Motives nähen. Schaut mal in einen älteren Beitrag. Da habe ich schon mal ein Pferdekissen aus einem alten Shirt genäht. Das ist übrigens auch schon heissgeliebt…

Wie haltet ihr es mit ausgedienten Sachen? Behalten? Verkaufen? Verschenken? Aufbewahren? Upcyceln?

Liebe Grüße //
Anja

PS: die nächste große Tasche mit aussortierten Sachen wechselt schon am Sonntag den Besitzer. Ich freu mich schon drauf! Und die Ringelsocken haben ein Loch habe ich eben gesehen. Was mache ich jetzt daraus wieder?

 

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Ah, die Kiste… meine Kinder sind ja noch ganz klein (4 und 1), und ich hab mich noch nicht so ganz von der Idee trennen können, vielleicht doch nochmal ein Baby zu haben… drum geht bei mir noch mehr in die Kiste als es vielleicht sollte. Meine Mutter hatte ein paar Kleider aufgehoben, die meine Oma für mich genäht hatte (das war aber auch guter alter Baumwollstoff, der sich perfekt gehalten hat), und ich freu mich jetzt wenn meine Mädchen die tragen. Also ein paar besonders schöne Sachen aufheben lohnt sich auf jeden Fall.

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    • Ja – so eine Kiste gab es bei meiner Mutter auch! Darin waren ein paar genähte Kleidungsstücke, ein paar Babyhandtücher und selbstgenähte kleine Kopfkissenbezüge. Die benutze ich auch immer noch! Und du hast recht – die Sachen waren aus Baumwolle und damit ziemlich haltbar. Wie gesagt – die modernen Stoffe eignen sich dafür einfach nicht – und Gummibänder sind auch nicht besonders haltbar…
      Aber ein paar geeignete Sachen aufzuheben finde ich auch wirklich schön! Und ich hatte auch noch einige Dinge länger liegen, bis klar war, dass wir keine Nummer drei mehr planen 😉
      Ganz liebe Grüße,
      Anja

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  2. Bei mir ist das ein nahezu geschlossener Kreislauf. Ich hole mir Altgedientes aus dem Secondhandladen, Flohmarkt… und bringe was ich nicht mehr brauche dorthin. Anderes wird verschenkt, gespendet…
    Die Wirtschaft kurble ich mit meinem Kaufverhalten nicht sonderlich an 🙂
    Lebte ich in der Stadt, dann würde ich ab und an eine gefüllte Kiste vor die Tür stellen, auf welcher steht: Zu verschenken.
    Manchen fällt es schwer, etwas geschenkt zu bekommen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen. Mir nicht. Ich freu mich einfach nur darüber.
    Tolle Kissenfotos!!

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    • Perfekt. Bei mir liegt auch immer so etwas zum Umarbeiten. Ich traue mich so auch viel leichter an Nähprojekte als wenn ich mit so teuren Stoffen arbeite! Da wären bestimmt nicht so schöne Röcke entstanden weil ich viel zu zögerlich mit den Stoffen gewesen wäre.
      Und Kiste vor die Tür stellen funktioniert hier wirklich gut. Allerdings gibt es auch gleich mehrere Shops in der Stadt an die man die Sachen spenden kann. Einen gleich zwei Häuser weiter. Da bringe ich und stöbern dann gleich wieder…

      Liebe Grüße!
      Anja

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