Rillo SAX Heftgerät ::: Thrifty Finds #16

vintage Büroartikel - Rillo Heftgerät

Ich bin ein wenig verliebt in alte Bürogerätschaften. Heute ist ein neues, altes bei uns eingezogen: ein Rillo von der Firma SAX // ein vintage Heftgerät // quasi ein Tacker ohne Tackernadeln.

Rillo - vintage Heftgerät der Firma SAX

Stabil, grau, unaufdringlich.

Rillo der Firma SAX Heftgerät

Und man kann mit dem Rillo Papier heften, ohne dass eine Tackerklammer gebraucht wird. Man legt das Papier ein wie bei einem normalen Tacker.

heften ohne Tackernadeln

Dann drückt man den Hebel runter.

Rillo SAX Heftgerät grau

Das Heftgerät stanzt auf zauberhafte Weise Rillen in das Papier, die die Lagen zusammen halten wie kleine Zähnchen.

Papier heften ohne Klammer

Mal sehen, was ich damit Schönes anstellen kann.

vintage Büroartikel 1

Erst mal durfte sich der Rillo zu meiner vintage Traveller de Luxe Schreibmaschine und der alten Schneidemaschine gesellen und auf seinen ersten Einsatz warten.

Rillo Tacker - Sax

Als Kind habe ich oft im Büro in der Firma meines Vaters gespielt. Da haben wir dann die alten Rechenmaschinen und die Schreibmaschine ausprobiert. Den Gummierstift fand ich auch immer toll und die Stempel natürlich auch. Na ja, und Stifte ja sowieso. Vielleicht kommt daher meine Liebe zu diesen alten Gerätschaten…

Liebe Grüße.

– Anja -

Tough Mudder ::: Matsch, Muskeln und Everest

Tough Mudder Matschrennen

Für alle, die schon länger knobz lesen: dieser Beitrag ist absolut Off-topic. Es geht um Sport, viel Muskeln und noch mehr Matsch beim Tough Mudder Event. Und falls ihr euch fragt, was ich bei so einem Matschrennen will – mein Mann ist gelaufen – ich war nur für die fotografische Beweisführung zuständig.

Vielleicht habt ihr aber trotzdem Lust euch einen Kaffe zu machen, lecker Kekschen dazu und dann ein paar Bilder anzuschauen von Menschen die sich durch Matsch, Eiswasser, herabhängende Kabel und über die Berlin Walls und den Everest kämpfen. Vermutlich hatten die alle kein Auge für die hübschen Blumen, Waldbeeren, den Thymian und die Erdbeerpflanzen, die mir am Wegesrand begegnet sind.

Da aber jetzt schon so viele nach Fotos vom Rennen gefragt haben, kommen sie hier.

Also los. Ein paar Matschfotos für euch.Tough Mudder Event - Matsch im Sauerland

Nachdem wir den Weg vom Parkplatz zum Event-Gelände geschafft hatten, sahen meine Schuhe so aus und mir war klar, dass der Tough Mudder nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Zuschauer betreffen würde. Matsch war so ziemlich überall.

Matsch überall beim Crossrennen 1

Die Teilnehmer wurden mit Nummern präpariert, mein Liebster noch zusätzlich mit blauer Farbe – hoch konzentriert und voller Vorfreude auf sein Rennen.

Daniel vor dem Tough Mudder Rennen

OK und dann ging’s los. Alle auf zum Start.

Tough Mudder Aufstellung

Vor dem Start gab es aber erst noch ein gemeinsames Warm Up.

Tough Mudder Warm Up

Liegestütze, burpees, einmal rechts rollen und einmal links. Danach waren alle das erste mal mit Matsch bedeckt und bereit für die erste kleine Wand. Der eigentliche Start kam erst danach.

Tough Mudder Start

Also schnell über das kleine Mäuerchen geschwungen, alle noch mal eingeschworen, das Notsignal geübt und dann mit viel Rauch endlich raus auf die Strecke. Und soviel verrate ich schon mal: die Feenflügel haben es allen ernstes bis in das Ziel geschafft. Erst am Everest wurden die Zauberstäbe abgelegt. Respekt.

Tough Mudder Rennen - Sauerland

Hochmotiviert ging es also los. Die Läufer im Hintergrund, die Zuschauer vorne. Da wir Zuschauer uns aber auch erst mal über Matschwege,durch Brennesseln und über das Feld kämpfen mussten, kamen wir leider erst an den ersten Hindernissen an, als die meisten schon durch waren. Dabei hätte ich meinen Mann wirklich gerne am Arctic Enema gesehen. Ein Container gefüllt mit Wasser, in den DIE GANZE ZEIT Eiswürfel gekippt wurden. Seht ihr den Kühlcontainer? Der war wohl voll mit Eis…. Nicht genug, dass man in das Wasser musste, man musste auch noch durch eine Öffnung tauchen. Mir schaudert es so schon….

Arctic Enema - Eiswasser

Nach dem Hindernis war den Läufern dann wohl auch alles egal und es wurde fröhlich den Berg hinab geschliddert.

Schliddern im Matsch

Leider verschwanden die Läufer nach dem Eiswasser aus unserem Blick und wir mussten etwa zwei Stunden warten, bis sie aus den Bergen und Tälern des Sauerlandes wieder im Zuschauerbereich auftauchten. In dieser Zeit hatten Fräulein P und ich genug Zeit uns die Pflanzenwelt am Wegesrand anzusehen und die vorherigen Startergruppen an den Berlin Walls zu bestaunen.

Berlin Walls - Tough Mudder

Berlin Walls Hindernisrennen-001

Der Schlamm war wohl so tief, dass bei einigen die Schuhe stecken geblieben sind. Aussteigen war wohl keine Alternative.

Everest HIndernis Tough MudderBesteigung des Eversts

Kurz vor Schluß musste dann noch der Everest bestiegen werden. Kalt, naß und schlammig ist das nicht gerade einfacher und war nur in gutem Teamwork zu schaffen.

Und dann – nur noch eine kleine Electroshock therapy – zum wieder wach werden. Davor hatten viele wohl am meisten Respekt.

Electroshock therapy

Ziel erreicht – kalte Dusche danach – mehr als verdient.

Tough Mudder Finisher

So durfte ich zwei erschöpfte aber glückliche Finisher nach Hause kutschieren.

Also – mein Mann ist nächstes Jahr wieder dabei. Ich bleibe beim Yoga. Wie stehts mit euch?

Meine Waschmaschine ist übrigens immer noch verschlammt. Die Wäsche wird mehr schmutzig als dreckig.

Somit gibt’s heute matschige Grüße.

– Anja -

Sturmbrettchen ::: Schneidebrettchen aus Sturmholz

Sturmbrettchen - markierte Bäume

Düsseldorfs sturmgeschädigte Bäume gibt es jetzt für zu Hause in Form von Sturmbrettchen. Das ist so eine tolle Idee!  Ihr wisst, dass wir in Düsseldorf immer noch völlig geschockt sind von den vielen Tausenden von Bäumen, die der Sturm Ela in unserer Gegend umgeworfen oder beschädigt hat.

Besonders weh tut  es, wenn man mit ansehen muss, wie viele dieser Bäume zu Brennschnitzeln geschreddert werden.  Ein riesiger Haufen geschredderter Bäume liegt im Hofgarten. Und jetzt gibt es endlich eine sinnvolle und schöne Verwendung für einige der umgestürzten Bäume!

Orkan Ela - Brennschnitzel

Sturmbrettchen. Das sind Schneidebrettchen in verschiedenen Größen, in die der genaue Standort der Bäume, deren Alter und die Baumart eingraviert ist. 4 Düsseldorfer Gestalter hatten diese praktisch schöne Idee.

Sturmbrettchen - Schneidebrettchen aus Sturmholz

Quelle: Sturmbrettchen

Ich finde das so wunderbar, dass aus diesen uns vertrauten Bäumen etwas so besonderes und schönes entstehen soll, dass ich direkt mal ein paar Brettchen vorbestellt habe. Das könnt ihr auf der Internetseite von Sturmbrettchen natürlich auch machen. So können wir die Erinnerung an “unsere” Bäume lebendig halten und uns nicht nur negativ an diesen zerstörerischen Sturm erinnern.

umgestürzte Bäume im Hofgarten - Sturmbrettchen

Quelle: Sturmbrettchen

Sturmbrettchen - Schneidebretchen aus Sturmholz

Quelle: Sturmbrettchen

Der erste Schritt dazu ist getan. Die Entwickler der Sturmbrettchen haben wichtige Bäume im Hofgarten und im Nordpark markiert und die GPS-Daten notiert. Als nächster Schritt sollen die Stämme aufgeschnitten und zur Verarbeitung getrocknet werden. Der dritte Schritt wird dann die Verarbeitung der Bohlen zu Schneidebrettern sein. Über den aktuellen Stand könnt ihr euch bei Facebook informieren.

Für mich als ausgebildete Tischlerin ist es eine besondere Freude bald eines dieser Schneidebrettchen benutzen zu dürfen. Zu schlimm ist einfach die Vorstellung, dass diese wunderschönen Bäume geschreddert werden. Ich freue mich also auf mein ganz persönliches Sturmbrettchen und hoffe, dass es eines aus “meinem” Hofgarten sein wird.

Also bestellt euch schnell noch ein Schneidebrettchen vor! Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr noch eines. Und wenn wir noch mehr Glück haben, werden noch mehr Bäume für so eine schöne Nutzung freigegeben.

Den Gestaltern der Sturmbrettchen wünsche ich viel Erfolg mit ihrer schönen Idee!

Liebe Grüße.

– Anja -

Orkan Ela ::: unser Hofgarten

Baumstumpf nach dem Orkan

Der Orkan Ela ist jetzt schon einige Zeit her und die Düsseldorfer haben sich daran gewöhnt mit den Schäden zu leben. Mehr oder weniger.

In den ersten Tagen haben sich die Aufräumarbeiten auf die Straßen und öffentlichen Einrichtungen konzentriert. Umgestürzte Bäume, Gefahrenstellen und die Parks der Stadt wurden nur mit Flatterband markiert – wenn überhaupt. Mittlerweile sind einige Parks aufgeräumt und andere komplett abgesperrt worden. Eigentlich.

Achtung Sturmschäden Lebensgefahr - Orkan Ela

Trotz der Warnung vor Lebensgefahr werden diese Absperrungen nämlich immer wieder zur Seite geschoben, umrundet und ignoriert. Die Parks werden von Fußgängern, Joggern, Familien mit Kinderwagen und Fahrradfahrern durchquert. Für Außenstehende ist das vielleicht schwer zu verstehen, aber irgendwie scheint das eine Form von Trotz zu sein. Wir erlauben dem Orkan einfach nicht uns unsere Parks zu nehmen. Gestern habe ich noch mal darüber nachgedacht und festgestellt, dass ich auch selber irgendwie abgestumpft bin gegenüber dieser Warnung. Wir laufen über Bürgersteige, über denen immer noch abgeknickte Äste hängen, wir fahren über Straßen und manchmal hängen in jedem zweiten Baum am Fahrbahnrand abgeknickte Äste, wir parken unter Bäumen und viele schauen mittlerweile nicht mal mehr nach oben um zu sehen, ob vielleicht ein Ast aufs Auto stürzen könnte.

Wie soll man denn diesen Gefahren ausweichen? In den ersten Tagen haben wir wirklich manchmal die Straßenseite gewechselt, um den schlimmsten Stellen auszuweichen und natürlich Spielplätze mit Bäumen gemieden. Erst jetzt sieht man aber, wo wirklich überall abgeknickte Äste hängen. Die Bäume sind nämlich grün und die Äste sind mittlerweile braun durch die getrockneten Blätter. Und diese Äste sind gefühlt überall in den Bäumen. Man kann ihnen kaum ausweichen. Die Düsseldorfer ignorieren einfach, dass an allen Straßenecken zersägte Bäume liegen und vielleicht jeder 20. Parkplatz nicht genutzt werden kann, weil sich darauf Äste türmen.

Sogar aus schon kontrollierten Bäumen stürzen immer wieder Äste ab und verursachen Schäden. Man könnte sagen, die Düsseldorfer sind in den letzten Wochen seit dem Orkan abgestumpft gegenüber diesen Schäden und Gefahren.

Und dann ist immer das Problem: wohin kann man überhaupt gehen? Ist der Spielplatz schon kontrolliert und freigegeben? Kann man in einen der Parks, die wir sonst nutzen? Ist der Weg am Rhein entlang schon wieder nutzbar? Gibt es schon wieder Waldgebiete, die man betreten darf? Die meisten Sachen vielen in den letzten Wochen aus. Und trotzdem muss man ja irgendwie raus und die Kinder irgendwie beschäftigen und sich austoben lassen! Wir leben hier in der Stadt und nur die wenigsten haben Gärten in denen die Kinder spielen können. Wir sind also angewiesen auf diese Flächen.

Jetzt habe ich mir “unseren” Park angeschaut – den Hofgarten. Und mir sind fast die Tränen gekommen bei den Haufen von Holz und Bergen von Holzschnitzeln die dort liegen. Der Hofgarten ist der Park in den wir zum Spielplatz gehen, zum Fußball spielen, zum auf der Wiese sitzen und den wir als einen kinderfreundlichen Fahrradweg durch die Stadt nutzen. Normalerweise.

Jetzt ist der Hofgarten ein Holzlager. Man sieht zersplitterte Bäume, zerschmetterte Bänke und zerdrückte Zäune. Raus gerissene, riesengroße Wurzelballen. Arm- und beindicke Wurzeln, die einfach abgerissen sind. Neue Sichtachsen, weil komplette Baumreihen nicht mehr existieren.

Allen in Düsseldorf scheint klar zu sein, dass es noch Monate und Jahre dauern wird alle diese Schäden und Gefahren beseitigt sind. Und irgendwie müssen wir bis dahin weiter leben in dieser veränderten Stadt.

Baumstumpf nach dem OrkanOrkan Ela - Holzhechsel Hofgarten nach dem Orkan - Sturmschäden

Achtung Sturmschäden Lebensgefahr - Orkan ElaHolzlager im Hofgarten Holzstämme nach dem Sturm zerstörte Parks nach dem Orkan in Düsseldorf

umgestürzte Bäume umgestürzte Bäume

So sieht es aus bei uns nach dem Sturm.

Man merkt, dass auch die Fräuleins noch einige Zeit brauchen den Sturm zu verarbeiten und um “ihre” Bäume trauern.

Liebe Grüße.

– Anja -

Unwetter ::: Kraft der Natur

Unwetter - abgebrochener Ast

Langsam erholen wir uns vom Schock. Am Montag Abend ist ein Unwetter durch die Stadt gefegt, wie ich es noch nicht vorher erlebt habe. Um kurz nach acht wurde es stockdunkel und in kurzer Zeit brach ein unglaubliches Gewitter über uns herein. Glücklicherweise waren wir alle zu Hause und nicht mehr auf der Rückreise von meinen Eltern wie noch zwei Stunden vorher.

Der Himmel war seltsam verfärbt, teils dunkelgrün, teils lila in kurzen Abständen von Blitzen erhellt. Dazu fegten extreme Windböen durch die Stadt, die gleich zu Beginn den Sonnenschirm auf unserer Terrasse einfach abgeknickt haben. Glücklicherweise hatte ich den Schirm mal am Geländer fest gebunden, sonst wäre er vermutlich in unsere große Fensterscheibe gekracht. Die Sorge, dass das trotzdem noch passiert hat uns während des ganzen Gewitters begleitet. Wir haben uns aber auch nicht raus getraut um den Schirm zu sichern, so viele Blitze gingen über uns runter. Die Möbel auf der Terrasse flogen durch die Gegend, haben aber zum Glück keinen Schaden angerichtet. Die Windböen drückten gegen die Fenster, dass man das Gefühl hatte gleich wird das ganze Fensterelement raus gerissen. Und dabei mussten wir die ganze Zeit Gelassenheit und Zuversicht ausstrahlen, weil das kleine Fräulein M. sowieso schon eine Riesenangst vor Gewittern hat. Das war nicht leicht. Das große Fräulein hat sich auch redlich bemüht und das Fräulein M. mit Kuscheltieren zugedeckt.

So ein Unwetter habe ich noch nicht erlebt. 

Gestern morgen bin ich dann mit den Mädels mal durch unser Viertel gelaufen und wir haben das ganze Ausmaß des Unwetters gesehen. Unsere Straße war einigermaßen verschont geblieben. Es war wohl Glück, dass erst vor einer Woche die großen Bäume dort geschnitten worden waren.

Um die Ecke waren reichlich Dachpfannen vom Dach gekommen und hatten eine ganze Reihe geparkte Autos zerstört.Unwetter - Scheiben eingeschlagen

Dachziegel auf Autoscheibe

Ein Stück weiter haben wir nach abgeknickten Ästen die ersten umgestürzten Bäume gesehen und am Kirchplatz schließlich waren so viele Bäume umgefallen, dass man den Spielplatz darunter gar nicht mehr erkennen konnte.

Unwetter - Spielplatz unter Bäumen

Auf meinem liebsten Radweg entlang der Düssel, lagen riesige alte Bäume quer. Einfach so entwurzelt. Ein Teil der Bäume hatte die Oberleitungen der Straßenbahn runtergerissen und reichlich Autos unter sich begraben. Straßen waren unpassierbar weil Bäume komplett quer lagen. Der öffentliche Nahverkehr war komplett eingestellt und es gab stundenlange Staus in der Stadt.

umgestürzte Bäume über der Düssel runtergerissene Oberleitungen

An unserer Kirche war alles abgesperrt und der Pfarrer blickte fassungslos zum Turm hoch. Der Sturm hatte einen Teil des Daches angehoben.

Kreuzkirche - beschädigtes Dach

Rings um unseren Spielplatz lagen umgestürzte Bäume. Verrückt, dass Leute dort entspannt unter Bäumen saßen und ihre Kinder unter Bäumen klettern ließen. Schließlich gab es überall noch die Gefahr, dass angebrochene Äste noch runter stürzen.

umgstürzte Bäume am Spielplatz

Fräulein M. wollte unbedingt wissen, wie es an ihrer Schule aussieht und so haben wir uns auch dahin auf den Weg gemacht. Der Lehrerparkplatz war von zwei umgestürzten Bäumen blockiert, auf dem Schulhof reichlich Äste runtergekommen und vor der Turnhalle hing ein großer, halb abgebrochener Ast am Baum. Wie ich mittlerweile weiß, gibt es wohl auch in der Schule Schäden und der Unterricht wird erst in der nächsten Woche wieder aufgenommen, wenn alles gesichert worden ist.

Unwetter - an der TurnhalleBaum blockiert Schulweg Baum auf dem Schulweg

Durch einen Anruf wurde ich informiert, dass auch Fräulein P. noch schulfrei hat, weil die Strasse zu ihrer Schule nicht passierbar ist und die Schule beschädigt.

In unserem geliebten Hofgarten war ich mit den Kindern noch gar nicht. Auch dort und auf den Rheinwiesen sind wohl alte Baumriesen umgestürzt.

Erst am Nachmittag konnte man die Schäden an den Bäumen richtig gut sehen. Da fingen die Blätter an den abgebrochenen Ästen nämlich an zu welken und bekamen einen silbrigen Glanz. Vorher war einfach alles gleichmäßig grün. Ich habe Fotos gemacht und auf den Fotos kann man die Schäden gar nicht so gut erkennen, weil alles einfach schön grün aussieht. Zum Teil war eine Spur auf der Straße dann eben schön grün. Dass das alles umgeknickte Bäume waren, war auf den Fotos kaum zu erkennen.

Unwetter - Straße blockiert

Die Mädels und ich sind also ziemlich fassungslos durch die Stadt gelaufen und konnten kaum glauben wie es überall aussah. Wenn alles aufgeräumt ist, wird sich das Stadtbild verändert haben. Viele große Bäume werden fehlen.

Leider gab es bei dem Unwetter mehr als umgestürzte Bäume zu beklagen – auch drei Todesopfer gab es in Düsseldorf. Sie hatten wohl in einer Gartenhütte Unterschlupf gesucht, die von einem umstürzenden Baum zerstört wurde. Unfassbar.

Gestern waren den ganzen Tag Rettungskräfte im Einsatz. Es gab kaum eine Minute ohne Martinshorn. Irgendwann fiel mir dann auf, dass mal einen Moment Ruhe war.

Heute werden wir uns noch einen ruhigen Tag machen. Die Mädels haben erschöpft geschlafen. Wir werden alle noch ein wenig Zeit brauchen um zu begreifen, was die Natur auch hier in der Stadt anrichten kann.

Unwetter - abgebrochener Ast

Ich hoffe, ihr seid vom Sturm verschont geblieben.

Liebe Grüße.

– Anja -

Stifte Liebe ::: Muji

Stifte Liebe - Radierstift aus Japan

Schon in meiner Kindheit habe ich mein Taschengeld nicht für Spielzeug sonder am liebsten für Stifte, Blöckchen Radiergummis und Co ausgegeben. Ich kannte alle Produkte in der Papeterie unserer Stadt….

Diese Liebe zu Stiften hat mich durch mein Studium der Innenarchitektur begleitet. Schließlich brauchte man da alle Arten von Bleistiften, Copics usw. Und diese Liebe zu Stiften ist geblieben. Ich kann an keinem schönen Stift vorbei gehen ohne ihn wenigstens in die Hand zu nehmen. Und die Vorliebe für Radiergummis habe ich auf das kleine Fräulein übertragen. Die braucht auch noch unbedingt DIESEN Radiergummi. Auch wenn sie schon 10 zu Hause hat.

Vor ein paar Tagen ist mir bei Muji ein ganz besonderer Stift begegnet. Und ihr ahnt es schon – ich konnte nicht widerstehen.

Radierstift aus Papier von Muji - Stifte Liebe

Ein Radierstift aus Papier. Um ihn “anzuspitzen” muss man jeweils den Faden bis zum nächsten Loch durch das Papier ziehen und ein Stück des Papiers abreißen. Schlicht, einfach und schön.

Stifte Liebe - Radierstift

Wie ihr seht konzentriert sich meine Stifte Liebe nicht auf ausgesprochen teure sondern eher auf besondere Stifte. Wenn es euch genauso geht schaut doch mal bei Muji vorbei. Da gibt es japanische, schlichte Produkte, die immer wieder mein Herz aufgehen lassen. Und falls es ihr nicht gerade in Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Berlin oder Hannover wohnt: schaut euch einfach mal im Onlineshop von Muji um. Da werdet ihr bestimmt auch fündig.

Ich freue mich schon auf’s erste Abreißen.

Und wofür habt ihr am liebsten euer Taschengeld ausgegeben? Süßigkeiten? Bücher? Spielzeug? Radiergummis? Stifte?

Viel Spaß erst mal beim Radieren und liebe Grüße.

– Anja -

Thrifty Finds #14 ::: Magnetspiel magnetic

Magnetspiel magnetic

Zufällig sind wir am letzten Wochenende auf einen Trödelmarkt geraten. Eigentlich waren das kleine Fräulein und ich auf dem Weg zum Markt und haben natürlich erst mal einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Gekauft haben wir allerdings nur ein einziges Teil: ein altes Magnetspiel der Firma tofa.

magnetic - Magnetspiel von tofa

Vintage Spiel - MagnetfigurenThrifty find - Holzfiguren mit MagnetenEs besteht aus bunten Holzformen [auf der Rückseite mit Magneten], einer schwarzen Blechtafel, Standfüssen und einem Blatt mit Beispielfiguren.

Und das alte Magnetspiel wollte unbedingt zu mir :)

Liebe Grüße und einen schönen Vatertag.

– Anja -

Morgen endlich ::: Freizeitpark Ittertal

historischer Freizeitpark Ittertal

Das kann doch wirklich nicht wahr sein, aber ich kämpfe schon wieder mit meinem Computer. Immer ist irgendwas. Im Moment läuft er mal wieder heiß und geht dann einfach aus und außerdem funktioniert mein Fotostream nicht. Seit Wochen macht der mir Probleme. Mal lädt er Fotos, im Moment leider gar nicht. Ich muss also die Handyfotos immer auf umständlichen Wegen auf den Computer laden…. das verzögert natürlich immer alles und lässt mich schier verzweifeln. Außerdem scheint das Internet gerade von Hand gekurbelt zu werden – schnell ist jedenfalls was anderes. Und jetzt fängt auch noch der Monitor an mal hell und mal dunkel zu werden. Ist das ein Zeichen?

Viel zu lange habe ich nichts mehr geschrieben, dabei ist so viel passiert // eben zu viel zum Schreiben. Jetzt wollte ich heute unbedingt meinen Bericht von gestern fertig machen und was ist? Nix geht vernünftig. Darum muss ich mir nur mal schnell auf diesem Weg Luft machen und werde den eigentlichen Artikel dann morgen fertig machen.

So – jetzt geht’s mir schon ein wenig besser und morgen könnt ihr hoffentlich von unserem Ausflug mit Kind in den Freizeitpark im Ittertal lesen.

Freizeitpark Ittertal

Genug geärgert für heute.

Ich geh jetzt schlafen.

Liebe Grüße und hoffentlich bis bald.

– Anja -

Verkehrstester :: mit Bus und Bahn zum Tanz in den Mai

Verkehrstester - Tanz in den Mai

Tanz in den Mai kennt ihr, aber was ein Verkehrstester sein soll?

Das könnt ihr bei der Rheinischen Post genauer nachlesen. Kurz gesagt, ich bin eine von 50 Personen, die in diesem Monat kostenlos das Angebot des VRR, von DriveNow, car2go und NextBike testen können. Ich habe mich als Verkehrstester beworben, weil wir in der Familie schon oft darüber diskutiert haben, ob man in der Stadt ein eigenes Auto braucht oder manche sogar zwei. Mit “nur” einem Familienauto gehören wir hier schon fast zur Ausnahme. Zwei Autos würden sich für uns definitiv nicht lohnen, aber ganz ohne eigenes Auto kann ich mir die Organisation unserer Familie auch nicht wirklich vorstellen. Und immer wieder gibt es dann doch mal Momente in denen eigentlich wir eigentlich beide das Auto bräuchten. Dürfte doch mit Car-Sharing kein Problem sein – oder?

Also ich bin gespannt und werde im Monat Mai versuchen möglichst oft die Angebote der Testpartner in Anspruch zu nehmen und unser eigenes Auto in der Garage stehen zu lassen. Meine Geldbörse ist um 3 Kundenkarten schwerer, mein Smartphone mit 4 neuen Apps ausgestattet, ich habe mich seitenweise durch Verträge und Anmeldeunterlagen gelesen und kann werde meine Bahntickets nicht in Papierform sondern als Handyticket kaufen. Reichlich Neuland für mich.

Besonders gespannt bin ich, wie sich die Angebote mit den organisatorischen Notwendigkeiten meiner Familie nutzen lassen. Am liebsten würde ich ja selber IMMER mit dem Fahrrad fahren. Aber oft muss ich 1-4 Kinder irgendwo abholen oder hinbringen und unterwegs auch noch Einkäufe erledigen, da fällt das Fahrrad leider oft aus. Vielleicht ist es jetzt wieder möglich? Mit dem Leihfahrrad losfahren in die Stadt, weiter mit der U-Bahn zur Schule und da umgestiegen in den Leihwagen und zurück nach Hause? Ich bin WIRKLICH gespannt, ob sich das realisieren lässt! Finde ich einen Kindersitz im Wagen? Muss ich spontan Kinderfreunde mitnehmen und bräuchte eigentlich 2 oder 3 Sitze? Ich denke es wird spannend und ich werde immer mal wieder berichten auch wenn das Thema eigentlich nichts mit meinen sonstigen blog-Themen zu tun hat. Auf twitter könnt ihr nach dem hashtag #verkehrstester suchen. Da werde ich über meine Erfahrungen von unterwegs berichten.

Verkehrstester - Tanz in den Mai3

Ja, und den ersten Test haben mein Liebster und ich schon am Mittwoch Abend auf dem Weg zum Tanz in den Mai bei Freuden in Heiligenhaus gemacht. Wir sind gestartet in Düsseldorf mit der S-Bahn Richtung Ratingen, dann weiter mit dem Bus nach Heiligenhaus. Handyticket kaufen – kein Problem // Bahn-Verbindung – überraschend gut // Mitfahrer in Bus und Bahn – na ja // restlicher Fußweg – leider ohne Bürgersteig, aber wir haben überlebt.

Verkehrstester - Tanz in den Mai

An der Bushaltestelle – nachts gegen 3 Uhr

Und das Unglaubliche: wir sind sogar nachts mit Bus und Bahn zurück gekommen. Ich hatte mich schon auf eine ausgedehnte Taxifahrt eingestellt, aber wir konnten allen ernstes die Tour morgens um kurz vor drei zurück nach Hause antreten. Auf die S-Bahn mussten wir beim Umstieg 10 Minuten länger warten, was ja OK ist, ich mir aber alleine auf diesem Bahnsteig auch nicht unbedingt wünschen würde. Glücklicherweise konnten wir uns bei der weiteren Fahrt auf unseren gesunden Menschenverstand verlassen und sind einfach an der richtigen S-Bahn Station ausgestiegen. Wenn ich mich auf die Fahrplanauskunft des vrr verlassen hätte, wäre ich bis zum Hauptbahnhof weitergefahren und von dort mit der Straßenbahn zu uns. Häh? Den unnötigen Umweg haben wir uns dann mal gespart.

Verkehrstester - Tanz in den Mai2

nachts an der S-Bahn-Haltestelle // nicht mein Lieblingsplatz

Fußweg zum Bus – immer noch ohne Bürgersteig, stockdunkel, wieder überlebt // Handyticket kaufen – kein Problem // Fahrplanauskunft – verbesserungsfähig // Mitfahrer in Bus und Bahn – uiuiui // Bahn-Verbindung – angesichts der Uhrzeit OK. Zu Hause angekommen haben wir uns sicher noch mehr auf unser Bett gefreut als wenn wir mit dem Taxi gefahren wären.

Verkehrstester - Tanz in den Mai

Ein schönes Fest mit einem hohen Anteil an Lederhosen und Dirndl war das! Und getanzt haben wir wirklich jede Menge. Ich hoffe, ich bin dabei niemandem mit meinen Holzclogs auf den Fuß getreten…

Liebe Grüße und einen schönen Mai.

– Anja –

 

blogst Workshop mit Sodapop Design

Hach, schön war es am Samstag in Köln. Und ich habe absolut kein Problem das als [zugezogene aber schon jahrelange] Düsseldorferin zu sagen. Für blogst fahre ich gerne nach Köln. Nachdem ich im Januar schon einmal zur blogstlounge auf der imm cologne war, wusste ich, dass ich auf jeden Fall auch mal eine der anderen blogst Veranstaltungen besuchen wollte. Dieser Workshop hatte das Thema: “Bloggen und Bildbearbeitung” und Ricarda vom blog 23qmstil und Caro von Sodapop Design haben die Themen praxisnah und liebevoll referiert. Der Austausch mit den 19 anderen Bloggerinnen war wie immer interessant und die Location in den Räumen der ecosign Akademie in Ehrenfeld wirklich perfekt. Wenn ich mich zurückerinnere sah es an unserer FH irgendwie nicht annähernd so schön aus: Couchlandschaft, Terrasse mit Holzmöbeln, Farbe an den Wänden….. keinerlei Ähnlichkeit…aber ich komme vom Thema ab.

Zurück zum blogst Workshop:

Fleher Brücke Düsseldorf - blogst workshop

Der Tag fing gut an mit einer Fahrt über meine Lieblingsbrücke. Die Fleher Brücke, die mich auf der A46 über den Rhein gebracht hat. Ist die nicht schön?

Ich habe eben mal nachgeschaut: sie wurde 1979 gebaut und vor einiger Zeit renoviert. Technische Angaben habe ich auch noch gefunden, aber was wirklich wichtig ist: wenn man bei Sonnenschein über sie fährt, sieht das einfach super schön aus! Der große Pylon und die roten Stahlseile vor blauem Himmel sind einfach toll.
Da geht mir jedes mal das Herz auf.

Dann weiter nach Köln Ehrenfeld. Vom Veranstaltungsort habe ich euch schon berichtet, von unseren tollen Referentinnen auch. Außer mir gab es noch 19 andere Bloggerinnen bzw. angehende Bloggerinnen. Für alle hatte ich eine kleine Osterüberraschung mitgebracht in Form eines gehäkelten Eierbechers. Ich hoffe, alle haben mittlerweile ein hübsches Plätzchen dafür gefunden.

gehäkelter Eierbecher - blogst workshopIm Workshop haben wir einiges gelernt über rechtliche Grundlagen, die verschiedenen sozialen Medien und einige Bildbearbeitungsprogramme – speziell auch für das IPhone. Ich kann euch sagen, am Ende des Tages schwirrte mir ganz schön der Kopf!!! Hier ein paar der ersten IPhone Bildbearbeitungsexperimente. Da werdet ihr in der nächsten Zeit bestimmt noch ein paar mehr auf meinen Seiten entdecken.

Bildbearbeitung - blogst workshop

Netzwerken und social media waren natürlich ein wichtiges Thema. Mittlerweile bin ich ja auch auf einigen sozialen Plattformen unterwegs. Habt ihr mich schon überall entdeckt? Bei Twitter und Instagram bin ich ja noch frisch – da lerne ich immer noch dazu, bei Pinterest schon etwas länger unterwegs. Ich freue mich wenn ihr mal vorbeischaut.: knobz bei Twitter // knobz bei Instagram // knobz bei Pinterest

blogst workshop - Inhalte und Teilnehmer

Am Abend haben wir den anstrengend schönen Tag noch mit einem leckeren Essen ausklingen lassen, bei dem natürlich weiter über Programme, Apps, blogs… diskutiert wurde.

Danke an die Sponsoren für diese schöne Veranstaltung und ganz besonderen Dank auch noch einmal an Caro und Ricarda. Sponsoren: Cupper // Feine Billetterie // maedchenwahn // Stoffe.de // la mesa // sister mag // Pfeffersack & Söhne

Hier eine Übersicht der Teilnehmerinnen // es war toll mit euch [zu einigen fehlt mir noch der link .- könnt ihr mir noch mal helfen?]. Nicole {Hanse-Herz-Hamburg}, Petra {noch ohne Blog}, Daniela {noch ohne Blog}, Simone {cestlaviecherie}, Jessica {noch ohne Blog}, Larissa {Salon Tutti}, Giovanna {Stadtblogozin}, Michèle {Lichte Momente}, Kathrin {befleurcoquet}, Miriam {demnächst mit Madame Tita}, Franzi {spoon and key}, Friederike {Fabelhafte Desserts}, Nicola {Himbeerprinzesschen}, Christina {Mamlo Connection}, Sandra {Das Freulein Backt}, Anita {MiraMondstein}

Was würde euch am meisten interessieren bei so einer Veranstaltung?

Liebe Grüße.

– Anja -