mein Grossprojekt: Kinderzimmer-Umbau

Endlich habe ich mich an die Mammutaufgabe begeben und das Kinderzimmer umgebaut. Seit Ewigkeiten hat mich gestört, dass es keine richtige Struktur mehr hatte und sich einfach immer mehr ansammelte. Bei zwei Kindern in einem relativ kleinen Raum geht das einfach nicht.

Alles hat damit angefangen, dass wir uns entschieden haben ein Stockbett für die beiden Mädels zu kaufen, damit wieder etwas mehr Fläche im Kinderzimmer frei wird. Bei Ikea gibt es im Moment ein schönes, schlichtes, weisses Metallbett. Das hat mir besser gefallen, als die Holzbetten, die es meist gibt. Also auf zu Ikea, Bett gekauft und festgestellt, dass es nur gerade so ins Auto passt – 2 Personen haben noch mit rein gepasst – 4 leider nicht. Wie oft habe ich schon in der Ikea-Tiefgarage gestanden und Leute mit gestapelten Einkaufswagen gesehen, die ratlos die Pakete und das Auto verglichen haben, mit der Erkenntnis, dass dieser Einkauf nicht für dieses Auto gemacht ist. (Uns selbst eingeschlossen.)

4-2=2

M. und ich sind also mit Bus und Bahn nach Hause gefahren, was ungefähr so lange gedauert hat, wie mit dem Auto zu Ikea zu fahren, einzukaufen und mit dem Auto wieder nach Hause zu fahren.

OK, erster Teil geschafft. Dann haben wir also zwei Betten abgebaut und ein Bett aufgebaut, mit dem Ergebnis, dass unsere Wohnung zum Bettenteilelager geworden ist. Und wohin jetzt mit den zwei überflüssigen Betten? Eins ist mittlerweile bei meinen Eltern gelandet und eins für die spätere Verwendung durch meinen Neffen im Keller zwischengelagert.  Zweiter Teil geschafft.

Nachdem das schöne neue Bett stand, konnte ich den Zustand des restlichen Kinderzimmers auch nicht länger ertragen und habe angefangen: den Kleiderschrank von der einen Seite auf die andere Seite zu räumen (also alles ausräumen, kräftig schieben und wieder einräumen), eine Wand neu streichen, alles mögliche aussortieren …dritter Teil geschafft …ich muss jetzt dringend zum Trödelmarkt!

Umräumen reichte aber nicht. Es mussten dringend neue Regale für die Spielsachen her. Kennt ihr das Problem? Die Kinder müssen gut an die Spielsachen  rankommen, man will sie aber nicht immer alle sehen? Ich habe das jetzt so gelöst: zwei neue Bücherregale kombiniert mit einem neuen CD-Regal und einem Vorhang.

Vorhang vor Schrank

Das CD-Regal ist gerade hinter dem linken Vorhang versteckt und beherbergt alle Kinder-CD’s und viele Lesebücher von P.  Da das CD-Regal nicht so tief ist, wie das normale Regal, sieht man es kaum und das gesamte Regal sieht so aus, als würde es frei vor der Wand stehen, obwohl es bis in die Ecke geht. Schöner Effekt für Zimmer mit wenig Platz. Dazu gab’s  noch ein paar neue Papp-Kästen zur Aufbewahrung all der Kleinteile und eine Kleiderstange für die ganzen Puppensachen.

Kleiderstange für Puppenkleider

Die Rückwände der Regale habe ich mit Geschenkpapier tapeziert. Sowohl die Mädels als auch ich mochten die Farben und Muster. Leider war das Papier sehr sehr dünn, so dass es in Kombination mit dem Tapetenkleister ziemlich wellte. Ich habe wirklich geflucht beim Tapezieren! Dass meine 5-jährige M. mir unbedingt dabei helfen wollte, hat es nicht wirklich einfacher gemacht.

Rückwand Schrank tapeziert

Ich empfehle daher festeres Geschenkpapier oder richtige Tapete oder einfach Sprühkleber anstatt des Tapetenkleisters. Wenn man aber nicht ganz so nah hinschaut wie auf dem Foto, fällt es gar nicht so auf und die Gesamtwirkung ist so, wie ich es mir gewünscht  habe.

Jetzt haben wir einen Schrank mit viel Stauraum, in dem die Kinder alles sofort sehen und finden können, und wenn ich es aufgeräumt haben will, ziehe ich einfach den Vorhang zu! Ist das nicht wunderbar?

Der Vorhang ist allerdings noch ein Provisorium. Eigentlich möchte ich einen schönen Stoff mit Punkten oder Sternen. Allerdings habe ich noch nicht den richtigen gefunden, darum hängt im Moment der Vorhang aus meinem Arbeitszimmer – in meinem Regal, das ich nach dem gleichen Prinzip gemacht habe, sieht man daher im Moment alles und es sieht nicht so ordentlich aus!

Bücherschrank farbig sortiert

In den Schubladenkästen im Bücherregal sind jetzt auch alle Malsachen greifbar untergebracht und es fehlen nur noch ein paar Dekorationen, wie zum Beispiel ein Bild an dieser Wand…

Einige Dekorationen haben die Kinder auch schon wieder eingefügt, wie diesen formschönen Lilliffe-Stiftehalter ;-) und wie man sieht, ist der Tisch auch schon wieder viel zum Malen benutzt worden.

Nachdem alle Regale wieder neu einsortiert waren, mussten also nur noch alle Bilderleisten, Wandregale und Leseleuchten wieder neu montiert werden ;-) also ungefähr 20 neue Löcher gebohrt und eben soviele alte verschlossen werden. Vierter Teil geschafft.

Die Regale und Bilderleisten an der pinken Seite sind auch schon wieder mit Schätzen der Kinder dekoriert worden.


Wenn ich vorher gewusst hätte, wie viel Arbeit es wird, hätte ich es vielleicht gelassen, aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich es gemacht habe. Es ist nämlich schön geworden und das Zimmer kann sooooo ordentlich aussehen und P. hat gesagt, sie kann jetzt sogar wieder Rad schlagen im Kinderzimmer, soooo viel Platz ist jetzt. Das hat sich echt gelohnt!

Auszeit an der Ems

Wir haben ein paar schöne Tage mit Freunden an der Ems verbracht. Leider hat das Wetter nicht richtig mitgespielt, daher haben wir viel Zeit mit Skip-Bo spielen verbracht.  Später haben die Kinder das Bett zum Boot erklärt und sich so beschäftigt.  Mit 4 Erwachsenen, 4 Kindern und 2 Katzen ist es aber doch schön, wenn man das Haus zwischenzeitlich auch mal verlassen kann. Immerhin haben wir dann auch noch eine richtige Bootsfahrt geschafft.

Da ich in dieser Zeit nichts hergestellt habe, habe ich ein paar Fotos aus dieser grünen Gegend mitgebracht.


Daumen drücken für die Frauen Fussball-Nationalmannschaft

Also – bald geht es los mit der Frauen-Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland.  P. freut sich schon drauf und will sicher das erste Spiel der deutschen Frauen gegen Kanada am Sonntag 26.06.2011 um 18.00 sehen.

Ich habe noch mal ein paar Deutschlandringe gemacht und werde sie den deutschen Fussballerinnen als kleine Glücksbringer nach Berlin schicken. Meinen werde ich natürlich auch zu den Spielen tragen – für Fussballtrikots kann ich mich einfach nicht begeistern, da müssen die kleinen Accessoires genügen.

Natürlich kann ich die Ringe nicht einfach so im Umschlag schicken, daher musste eine passende Karte her – natürlich eine selbst gemachte. Erst wollte ich eine Karte mit einer 11 machen, dann habe ich mich aber für ein Fussballfeld entschieden, und 11 Ringe gehen dann auf den Weg nach Berlin.

Ich wünsche der deutschen Fussball-Nationalmannschaft viel Glück und uns allen schöne Spiele mit vielen Toren und gute Stimmung in Deutschland!

 


 

 

Und so wird die Fussball-Karte gemacht:

Man braucht ein Stück grünen Stoff (in meinem Fall ein Stück Frottee) und ein Stück festes Papier für die Karte. Man kann natürlich auch eine fertig gefalzte, blanko Karte nehmen.

Die Karte in der Mitte knicken und den Stoff ca. 5 mm grösser als die gefalzte Karte ausschneiden. Die Karte mit Klebestift einstreichen, mittig auf den Stoff legen und vorsichtig andrücken.

Anschließend zeichnet man mit einem Lineal und Schneiderkreide in etwa die Linien des Fußballfeldes auf den Stoff. Für die Kreise kann man eine Kreisschablone benutzen oder eine passende kleine Dose oder ein Geldstück als Schablone benutzen. Die Kreise sind leichter mit einem sich selbst auflösenden Markierstift aufzumalen. Die Schneiderkreide ist dafür etwas unpraktisch.

Die Linien mit engem Zickzackstick nachnähen. Fertig!

Die Karte eignet sich auch super als Einladungskarte für eine Fußballgrillparty oder einen Kindergeburtstag!

geliebter Teddy!

abgeliebter Teddy

Gestern habe ich wieder ungefähr eine Stunde damit verbracht, M’s Teddy zu flicken – alle Löcher habe ich immer noch  nicht geschafft. Teddy wird jede Nacht gekuschelt und dabei fast zu Tode geliebt. Mittlerweile besteht er fast nur noch aus Flicken. OK – gewaschen werden könnte er auch mal wieder, aber dann riecht er ja nicht mehr so lecker! Ich werde noch ein paar Löcher stopfen und hoffe er hält noch einige Zeit durch. Den noch original erhaltenen Teddy zu nehmen, ist leider keine mögliche Alternative.

geliebter TeddyKuschltiere reparieren - Bärendoktor

 

Nur Teddy ist halt der echte Teddy!

abgeliebte Kuscheltiere

schnelles Shirt-Projekt


Schon lange habe ich ein Projekt im Kopf, das ich heute schnell mal umgesetzt habe. Schon oft habe ich T-Shirts für Kinder benäht – mit Buchstaben, Zahlen, Bildern…

 


 

Aber seit ich diese schönen Jerseybändern habe, wollte ich unbedingt auch damit mal ein T-Shirt damit benähen.

Heute morgen nun stand M. vor ihrem Kleiderschrank und hat gesagt, sie hätte kein schönes Shirt mehr zum Anziehen – die acht die da noch hingen waren alle nicht richtig.

;-)        Ohje, die Kinder werden groß – dabei sind sie doch erst 5 und 7!

 

Also war der Zeitpunkt gekommen dieses Projekt endlich einmal umzusetzen. Ein schlichtes T-Shirt in der richtigen Größe hatte ich auch noch zu Hause, so dass es direkt heute morgen losgehen konnte. Gut, dass grün M´s Lieblingsfarbe ist, das passt super zum knalligen Orange der Jerseybänder!

 

 

Ich habe auf der Vorderseite ein M mit Schneiderkreide markiert, die Jerseystreifen mit Nadeln fixiert und dann mit Zickzackstich aufgenäht – je 2 Nähte nebeneinander mit ca. 8mm Abstand. Weil ich die Ränder frei gelassen habe, ringeln sie sich schön ein.

 

 

Auf der Rückseite habe ich in der gleichen Technik ein Herz aus weinrotem Jersey aufgenäht.

Dummerweise habe ich nicht aufgepasst und ich habe eine Falte vom T-Shirt mit eingenäht. Es sollte halt schnell gehen und hat dann natürlich viel länger gedauert. Aber das T-Shirt war aus so dünnem Jersey, dass ich es gar nicht gemerkt habe. Leider sind dadurch auch kleine Löcher entstanden, obwohl ich extra eine Jerseynadel benutzt hatte. Sehr ärgerlich, aber mit zwei kleinen Herzchen wieder weggeschummelt.

 

Also beim Applizieren immer schön aufpassen, dass sich keine falsches Stück Stoff mit in die Nähmaschine mogelt!

 

Ich hoffe, jetzt hat M. wieder ein T-Shirt im Schrank, das ihr gefällt!

 

Rockpause

Ich mache  heute eine kleine Rockpause. Das nächste Projekt ist eine einfache Hose.

Loszuziehen und einen Schnitt zu kaufen, auszuschneiden und vorzubereiten kostet viel zu viel Zeit und auch ein bisschen unnötiges Geld. Einen Hosenschnitt für Kinder kann man ganz einfach selbst herstellen. Man benötigt nur eine passende Hose und etwas starkes Papier.

Man zieht die Hose auf links und legt sie auf ein festes Papier und ummalt sie einfach einmal. In meinem Fall sollte die genähte Hose etwas kleiner werden als die vorhandene, darum habe ich keine Nahtzugabe zugegeben. Will man eine Hose in der gleichen Grösse bekommen, muss man die Hose mit ca. 1 cm Abstand umranden, um eine entsprechende Nahtzugabe zu haben. Anschließend schneidet man entlang der Linien aus und fertig ist der Schnitt. Da ich eine ganz simple Hose geplant habe, mache ich bei diesesr Hose kein Vorder- und Rückteil, sondern zwei gleiche Teile. Also schon fertig – einfach oder?

Diesen Papierschnitt legt man jetzt auf den Stoff, umrandet ihn, gibt am Saum ca. 4 cm dazu und am Bündchen auch etwa 4 cm für den Gummizug, das ganze vier mal ausschneiden und bereit sind wir zum Nähen. Eine Fotoanleitung dazu werde ich in der nächsten Zeit ergänzen.

 

Meine fertige Probehose sieht so aus:

 

Nach einer Anprobe mit Test auf guten Sitz werde ich in den nächsten Tagen dann Hosen aus den eigentlich dafür vorgesehenen Stoffe nähen.

 

 

Die Stoffe sind, wie schon der Häschenstoff nach Entwürfen von Henk Wyniger gedruckt worden. Bin gespannt, wie die Hose aus dem süssen Schäfchenstoff aussieht!

das Rockfieber geht weiter…

Rocke selber nähen - Upcycling

Nochmal möchte ich euch heute ein paar neue Röcke zeigen – wobei einer ein ganz besonderer ist, aber dazu später.

M. war heute nachmittag bei einer Freundin zum Spielen verabredet und P. hatte Besuch von einer Freundin bei uns zu Hause. Netterweise haben die beiden den ganzen Nachmittag Tierarztpraxis gespielt, und sie mussten ganz lange im Wartezimmer warten, bis sie dran waren, so dass ich Gelegenheit hatte die am Morgen begonnenen Röcke fertig zu stellen. Hier also das Ergebnis der nächsten Runde Rockfieber:

 

Röcke selber nähen - Upcycling Bettwäsche

Der kleinste der Röcke – unten rechts – ist ein ganz besonderer Rock. Netterweise hat mir ein befreundeter Designer – Henk Wyniger – ein paar Stoffe mit Probedrucken der von ihm entworfenen  Muster überlassen. Ich fand diese Grafiken schon immer schön und habe sie mir von Anfang an als Stoffe vorgestellt.  Und hurra, jetzt habe ich sie wirklich als Stoffe bekommen! Aus dem niedlichen Häschenrapport ist so mit ein wenig Jerseystoff für das Bündchen und Jerseyband für den Saum ein hübscher kleiner Rock geworden. Für den zweiten Stoff aus der Kollektion werde ich gleich noch ein Schnittmuster vorbereiten und mich wohl morgen an die Nähmaschine begeben.

Mehr der Grafiken, die Grundlage für diese Stoffe sind, findet ihr auf Henk Wynigers Internetseite: http://www.wyniger.de/art-de–110.htm#7

 

Babyrock mit Häschen

neue Röcke für alle ::: Upcycling

neue Röcke selbst genäht

Im Moment bin ich ein bisschen im Rock-Fieber! Gott sei dank passt das auch zu den derzeitigen Temperaturen. Mützenfieber wär jetzt doof. Es gibt also Röcke für alle weiblichen Familienmitglieder und noch einige Mädels mehr.

Mögliche Variationen: einlagig – zweilagig, ein Stoff – zwei Stoffe – drei Stoffe, gross – mittel – klein.

Mein derzeitiger Lieblings-Blumenstoff (aus einer alten Bettwäsche – Upcycling macht mir immer am meisten Spaß) ist dabei besonders häufig zum Einsatz gekommen. Und dabei ist der Rock, den ich für mich aus diesem Stoff genäht habe, noch gar nicht dabei.

Hier also ein paar der zuletzt fertig gestellten Modelle:

neue Röcke selbst genäht

Mädchenrock aus alter Bettwäsche genähtBabyrock in Bahnen genäht mit Schrägband

Vatertag

Gestern Abend habe ich meinen Mädels geholfen noch ein paar Geschenke für den Vatertag vorzubereiten.

Ausgangsmaterial: weisser Stoff und Stoffmalstifte.

Ergebnis: 1 Glückwunschkarte mit aufgeklebtem Stoffbaum und Stoffherz, dazu geflochtenes Band von P.

3 gemalte Stoffherzen, mit Füllwatte gefüllt und einen gefüllten Stoffstern von M.

 

Frohen Vatertag allerseits!